Dienstag, Mai 14, 2013

Tag 5: Raus aus der Sahara, rein in den Sandsturm

Nachdem wir gestern ins Berberlager gefahren sind, müssen wir heute natürlich wieder raus. Also wieder Offroad und und Sand. Patrick geht schonmal vor uns und erkundschaftet die beste Route. Es ist schon gut jemanden dabei zu haben, der 3x mal bei Dakar dabei war und weiß wie man ein Motorrad in der Wüste bewegt. Und so sind wir gegen 10 abfahrt bereit und folgen Pat wie eine kleine Herde, immer bedacht seine Route zu wählen und trotzdem nicht genau in seiner Spur zu fahren. Und ... wir kommen alle ohne Sturz durch. Haben wohl alle einiges gelernt gestern, vor allem Respekt vorm Sand.

Als wieder Teer unter den Rädern haben, will uns die Wüste irgendwie nicht loslassen, sondern schickt uns einen Sandsturm hinterher in dem wir fast 100km bei heftigsten Seitwind fahren, um unser nächstes Lager zu erreichen.

Das entpuppt sich dann aber als wahre Oase: Eine luxuriöse Anlage mit riesigem Pool, Bar & Lounge, Bungalos für alle und köstlichem Beef-Tajin.

Obwohl die Strecke nicht lang war, hat der Wind und die Wüstenstrecke an unseren Kräften gezehrt. Und so sind wir alle, trotz Pool und Bar bei Zeiten im Bett. Morgen haben wir alle beschlossen auch früher los zu fahren, m mehr vom Tag zu haben und der Hitze zu entgehen. Das mit der Hitze hat wird sich aber noch als Trugschluss erweisen ....


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Montag, Mai 13, 2013

Tag 4: Durch die Sahara, Sand und Geröll ins Berber Zelt

Heute brechen wir erst spät auf. Das erste mal, das ich richtig ausschlafen kann und nicht von Ben's Wecker mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen werde. Unsere Strecke ist heute eine kurze, aber da der letzte Teil, ca. 15km Offroad durch die Sahara führt, wollen wir nicht zu zeitig ankommen wegen der Hitze.

Das Wetter meint es aber gut mit uns. es ist bewölkt und deshalb gleich 5 Grad kühler, also nur 33 Grad als wir gegen 11:30 aufbrechen. Pat hat für die die wollen eine kleine Offroad Sektion (10km) eingeplant, der Rest kann der Strasse folgen. Ich bin bei den Offroadern dabei, hat gestern ja erstaunlich gut geklappt.

Unser Weg führt uns über schmale Strassen, kaum breit genug für ein Auto und so müssen wir bei Gegenverkehr immer mal wieder auf den unbefestigten Teil ausweichen.

Nach ein paar freiwilligen (Mittagessen, Kaffee, Tanken) und ein paar unfreiweiligen Stops (die 800er machen immer noch Probleme), erreichen wir den einstiegspunkt zur Offroad Piste. Wobei es wirklich keine Piste ode Dirt-Road ist, sondern einfach die Wüste, wo ab und an ein paar 4WD Spuren zeigen, das wir nicht die ersten sind. Pat hat den Geo-Point unseres Zeltlagers für die Nacht, mehr nicht. Jetzt gilt es die best Route zu finden, möglichst hart, ohne weichen Sand. Aber wir sind in der Sahra, also geht es kaum ohne Sand. Bei der ersten sandigen Stelle, die wir nicht umfahren können ist dann Vertrauen zu Pat's Tipps gefragt: "The throttle is your friend, go straight and weight to the back. If your wheels go wowiwowiwo, give more gas". Gesagt getan. Joe auf der 1200er machts vor: Rein in den Sand, wenn es wacklig wird Gas geben und raus aus dem Sand. Sind ja nur ca. 15m. John geht als nächster mit Offroad Erfahrung und liegt keine 5 Sec. später neben seinem Bike. Pete kommt fast durch, im letzen Moment verlässt ihn aber der Mut und damit seine Gashand und er macht einen hübschen Salto über seine 800er. Dann ich. Die GS fängt kaum ist sie im Sand bedrohlich an zu schlingern, aber ich beherzige Patricks Ratschlag, gebe Gas und hab fest mein Ziel im Blick und komme zwar schlingernd und mit etwas zu viel Speed, aber doch heil und ohne Sturz auf der anderen Seite an. Das sollte nicht die einzige Sandige Stelle bleiben. Fast alle machen ihren Abgang im Sand, Joe Vergräbt seine 1200er zweimal bis zur Achse und Ben und. Scott überlassen es nach dem ersten Versuch Pat die Maschinen über Sand zu bringen. Ich komme immer, nicht elegant aber irgendwie, durch. Patrick. unser Guide, muss dafür arbeiten wie ein Pferd: Immer wieder muss er zurückfahren und fest gefahrene GS aus dem Sand fahren oder die Maschinen anderer sicher hinüber bringen. Und das bei 40 Grad (ja, es ist immer noch bewölkt, sonst wären es wohl 45).

Joe's 1200er bis zur Nabe vergraben
Ich habe meinen Showdown dann bei einer einfachen Geröll Pasage, direkt an der Stelle wo wir die Bikes für die Nach lassen wollen, in Sichtweite unseres Zeltlagers: Mit mal wieder zuviel Speed komme ich eine kleine Anhöhe hinauf, Bremse um Colin nicht umzufahren und liege auch schon unter meiner Fatima (so hab ich meine 800er getauft). Der ahauptständer hat meinen Fuss erwischt, aber es scheint nichts gebrochen zu sein und gehen kann ich auch noch. Also erstmal alles gut. Meine Motorradstiefel haben einiges abgehalten, mit Endurostiefeln wäre wohl gar nichts passiert.


Da hat's mich hingelegt

Das Zeltlager entschädigt für die Strapazen (wie haben 2 Stunden für die 15km gebraucht) mit absoluter Einsamkeit und Stille, kühlen Bier und einem Sonnenuntergang den wir von den Dünen betrachen. Einfach Wüste.


Pat muss eine festgefahre Maschine nach der anderen rausfahren

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Sonntag, Mai 12, 2013

Tag 3: Durch die Dünen und runter von der Strasse - Offroad

Einige von uns sind tatsächlich um 4:30 aufgestanden und auf die Dünen geklettert um den Sonnenaufgang zu erleben. Ich nicht. Ich hab ja nächste Woche noch 6 Tage Wandern vor mir, diese Woche gilt dem Motorradfahren.

Unser Ziel heute lautet Zagora. Über Erfoud und Agdz geht es in Richtung unser Ziel. Die Strassen sind heute weniger Bergig und Kurvig, die Landschaft ist trotzdem beeindruckend.



Nach dem Mittagessen in Tazarine, gibt es für die die möchten die erste Möglichkeit Offroad zu fahren. Patrick führt uns durch eine seiner berühmten Abkürzungen ins Draa Tal, wo es auf heftigen Geröll uns Eselspfaden imm dem Fluss entlang und durch einige Dörfer ins Hotel geht. Wir brauchen für die 40km fast zwei Stunden. Und ich bin völlig erschöpft. Zum einen weil ich bei weitem nicht entspannt unterwegs bin bei solchen Offroad Einlagen, zum anderen weil die Temperaturen teilweise bei 39 Grad lagen.

Als wir angekommen, erwarten uns der Rest vom Pack schon mit Bier im Pool, in den ich mich am liebsten direkt in meinem Bikerklamotten stürzten möchte. Aber ich schaffe es noch unter die Dusche, dann aber.


So sahen wir nach unserem Offroad Trip aus

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Samstag, Mai 11, 2013

Tag 2: Motorprobleme, Sandstürme und tolle Schluchten

Heute ist der Tag der Schluchten. Unser Hotel liegt am Eingang der Gorges du Dades zu der uns eine traumhafte Passtrasse mit engen Kehren führt. Man muss hier stets mit viel Vorsicht um die Ecken fahren, da man als Moped - und das ist in Marokko alles mit zwei Rädern keine Rechte hat. Dafür darf man aber auch überall langfahren.

Von hier aus geht es dann zu nächsten Attraktion, die Gorges du Todhra. In diesem Fall fahren wir nicht hoch, um die Schlucht von oben zu sehen, sondern mitten rein. Todhra ist sehr Touristisch. Viele Reisebusse, Händler und Cafe's. Aber dem Blick und dieser Landschaft ist das kein Wunder.

Wir sind etwa zu Mittagszeit angekommen und die Hitze ist bereits wieder mächtig. Das Thermometer zeigt 34 Grad. Meine neue Methode zumindest die ersten km nach einen Stop etwas kühl zu bleiben: Eine Flasche Wasser direkt in den Kragen und Ärmel der Motorradjacke giessen (und auch die Hose nicht vergessen). Leider hält die Erfrischung nur wenige km.

Von hier aus hat Patrick unser Guide eine kleine Strecke entdeckt, die uns über eine Hochebene zu einer weiteren Schlucht mit einer Dattelplantage führt. Kaum anderes Fahrzeug macht uns die Strecke streitig.


Unser Mittagessen nehmen wir in Goulmina ein. Kaum haben wir gegessen und sind bereit zur Abfahrt, fegt ein Sandsturm durch die Strassen. Den sitzen wir noch aus, dann geht's weiter Richtung Merzuga, zu unserem Hotel Nassar Palace.

Leider machen unsere BMW F800GS Probleme. Es gab wohl schlechten Sprit im Marakesch und jetzt ist irgendwo Wasser im System. Das führt dazu das alle 800er nach einer gewissen Zeit unruhig laufen und teilweise komplett ausgehen. Dann hilft nur noch warten und Benzin nachfüllen. Inshallah!

Nach 3 Stunden fahrt durch die Wüste kommen die Dünen in Sicht, gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang. Den ich leider verpasse: das kühle Bier im Pool gewinnen heute!


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Freitag, Mai 10, 2013

1 Tag: Marakesch nach Dades

Unser Tag startet mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet im Hotel. 8:30 ist Abfahrt, 8:15 müssen wir all unserem Zeug in der Lobby sein. Jeder von uns hat einen 80l Packsack bekommen, für die Sachen die wir im Hotel, aber nicht auf dem Bike brauche (also für die meisten Sachen). Die Säcke werden auf den SUV geladen und treffen uns abends wieder im Hotel.
Punkt 8:30 stehen wir 8 in der Garge, in voller Montur, bereits unsere Bikes aus Marakesch nach Dades zu fahren, wo heute Abend unser Lager sein wird.

Patrick ist unser Guide, seit 10 Jahren in Marokko und Afrika unterwegs, ausserdem 3x Teilnehmer der Paris-Dakar. Da kann eigentlich nichts mehr schiefgehen, ausser das er schneller ist als wir.

Nachdem wir aus Marakesch raus sind, schlagen wir den Weg Richtung Atlas Gebirge ein, der Tizi-n-Tichka Pass soll heute unser Ziel sein.

Mit viel Verkehr und gehupte geht aus Marakesch raus. Aber schon bald wird die Strasse leerer und einsamer und wir klettern höher und und höher ins Atlas Gebirge. Die Auffahrt zum Pass ist spektakulär und Blicke die sich uns bieten fantastisch.
Nach dem Pass geht es weiter Richtung Dades. Wir verzichten auf die Offroad 'Abkürzung'. Zum einen weil einige der Bikes Schwierigkeiten machen (schlechtes Benzin führt hu Aussetzern). Zum anderen weil die Hitze um die Mittagszeit 37 Grad erreicht und bis zum Abend kaum abnimmt. So sind wir froh durch den Fahrtwind etwas Abkühlung zu erhalten.

Auf dem Weg passieren wir die Vorbereitungen für einen Königsbesuch: Ploizei und Militär säumen die Strasse über mehrere KM. Praktisch auf jeden Felsen steht ein Uniformierter und schaut nach dem rechten. Iwr können aber ohne Probleme passieren und so winken und die wartenden Schaulistigen nach zu, statt der Königlichen Entorage.

Wenig später wieder viel trubel auf den Strassen. In El Kalzadh gibt es kaum ein Durchkommen und wir müssen unsere Maschinen sogar durch einen Markt schlängeln. Bald darauf erfahren wir den Grund: Eine Fantasia: Reiterspiele, wo verschiedene Dörfer gegeneinander Antreten im Reiten und Schiessen. Natürlich verbunden mit Markt und Festitvitäten.

Erst am Abend kommen wir alle geschafft vom langen Tag und den vielen Endrücken am Anfang der Georges de Dades in Aid Ali an.

Nach einem traditionellen Tajin Essen und einem Scotch (Danke Colin) geht es umgehend ins Bett. Morgen wollen wir wieder um 8:30 los..




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Angekommen in Marrakesch

Nach einem sehr angenehmen Flug (Royal Ar Maroc) habe ich am Flughafen gleich Ben getroffen, der auch mit fährt. Die Hitze hier hat mich erstmal überwältigt. Nachdem ich mir bisher eher über die Offroad Strecken Gedanken gemacht habe, graut mir jetzt eher davor mit dem ganzen Motorrad geraffel bei der Hitze auf dem Bike zu sitzen. Morgen solls aber gleich ins Atlas Gebirge gehen. Wir fahren bis 2.500m, da sollte es dann hoffentlich etwas kühler sein.

Unser Hotel ist OK (Ryad Mogador Menara), nichts besonderes, eher ein standard Business oder Conference Hotel. Ich bin zusammen mit Ben auf dem Zimmer, das bleibt wohl auch so für den Rest der Tour (werde wohl meine Ohrstöpsel brauchen, wenn ich Ben's Bemerkungen richtig interpretiere).

Für unser Willkommens-Bier mussten wir allerdings ins Nachbarhotel - unseres schenkt keinen Alkohol aus.

Um acht war es dann soweit: Wir durften uns unsere Maschinen aussuchen. Für gab es wie bestellt eine GS800, schön mit neuen Heidenaus drauf, die bin ich ja schon gewohnt.

Beim anschliessend Essen dann ein erste Briefing. Es ist wohl eine aussergewöhnliche Tour, speziell für uns zusammengestellt. Viel Offroad, Sand, Wüste, Pisten, alles dabei.

Noch ein Feierabendbier und kurz vor 12 sind jetzt alle geschafft und fertig für die Kiste. Unsere Begleiter aus Amerika haben ja teilweise 20 und mehr Stunden gebraucht um nach Marakesch zu kommen. Scott zum Beispiel ist eben erst angekommen, der Arme, wird morgen ganz schön kaputt sein. Aber morgen geht es erstmal einfach los und keine zu lange Strecke, wir steigern uns dann von Tag zu Tag.


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Donnerstag, Mai 09, 2013

Abflug

Jetzt geht's los. Stehe voll bepackt mit Rucksack, Helm und Motorradjacke am Gate. Zum Abschied gabs nochmal Spanferkel. Die nächsten zwei Wochen werd ich wohl kein Schweinefleisch essen.

Iran durch das Helmvisier gesehen

Am Anfang unserer Planung wollten wir eigentlich nur für ein paar Monate durch die Türkei touren und auf dem Rückweg noch den Balkan erkunde...