Gleich vorneweg: Ich bin in Nepal kein einziges Mal Motorrad gefahren. Aber ich hab viele Motorradfahrer beobachtet.
Nepal ist ein Motorradfahrer Land. Es gibt definitiv mehr Motorräder als Autos, Busse, etc. Ich hatte sogar den Eindruck es gibt mehr Motorräder als Fahrräder. Und anders als in vielen andern Asiatischen Staaten spreche in wirklich von Motorrädern, keine Roller, keine Zweitakter.
Man sieht vor allem 125ccm Yamaha Pulsar Bikes, aber auch ein paar Hondas und natürlich Royal Endfields. Wobei letztere ein ähnliches Dasein fristen, wie Harley's bei uns, nämlich als Middlife-Crises-Schau-Mal-Wie-Cool-Ich-Bin Städter Motorräder. Während die Yamahas überall fahren, hab ich die Endfields nur in Kathmandu gesehen.
Und das ist umso erstaunlicher, wenn man sieht wie die Strassen außerhalb von Kathmandu aussehen: Pisten im besten Falle, meist aber klare Offroad Strecken, die die LGKS wie eine Ortsdurchfahrt aussehen lassen.
Und wo der deutsche GS Fahrer sich über jede kleine Baustelle freut und sich sofort aus dem Sattel in die Stehende Offroad Position schwingt (Vorher noch schnell das ESA auf 'Schweres Gelände' gestellt), die Cross-Stiefel in die Enduro Fußrasten gedrückt und auf den nächsten 10m Rally Gefühl genießt, da fahren die Jungs in Nepal mal locker im sitzen in Sandalen und ohne Handschuhe die wildesten Strecken rauf und runter. Und das nicht zum Spaß: Das Motorrad ist gerade in den entlegen Teilen von Nepals (also quasi alles ausserhalb von Kathmandu) ein wichtiges und oft einziges Transportmittel. Wo Allradbusse und Jeeps aufgeben, das flitzen immer noch die Mopeds über die Pisten. Mindestens mit einem Sozius, gerne aber auch mit der 4-köpfigen Familie oder mit Waren beladen.
Wichtigstes Zubehörteil sind wuchtige Sturzbügel. Meine Vermutung ist aber das diese weniger vor Sturzbeschädigungen schützen sollen, als vielmehr dazu dienen andere Verkehrsteilnehmer auf Abstand zu halten und Ladung zu befestigen.
Sicherheit wird auch in Nepal Groß geschrieben: Es gilt absolute Helmpflicht für den Fahrer, aber auch nur für den. Ich habe nicht einmal einen Mitfahrer mit Helm gesehen. Wahrscheinlich gilt es dafür zu sorgen das der Fahrer in jedem Fall einen Unfall überlebt, um zur Rechenschaft gezogen zu werden. Den das auf den Strassen von Nepal das recht des Stärkeren herrscht, erkennt man schnell.
Der Stärkere ist oft aber auch der mit der lauteren Hupe, deshalb haben die meisten Mopeds hier auch Autohupen verbaut und nicht das Serienmäßige und auch bei uns übliche 'BIEP BIEP' - das nenn ich mal Fortschritt.
Was das Thema Zuladung angeht, so sind auch hier in Nepal keine Grenzen gesetzt: Vierköpfige Familien, 20 Hühner im Korb oder auch eine wenig glücklich drein blickende Ziege, alles gesehen.
Für mich steht eines Fest: Das nächste Mal wird der Annapurna Circuit mit der GS gemacht.
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Mittwoch, November 20, 2013
Mittwoch, August 21, 2013
Zelt testen im Lechtal
Wenn im November unsere Reise losgeht, dann steht auch irgendwann das
Thema Übernachten im Zelt auf dem Plan. Für unsere Motorradtour wird
das eine wichtige Option zum Übernachten sein, um unser Reisebudget im
Rahmen zu halten. Aber auch weil es einfach zu einer richtigen Motorrad
Reise dazugehört.
Jetzt sind wir aber nicht wirklich die Camper, eher das Gegenteil. Also hieß es am Wochenende mal ausprobieren wie das so ist. Erste Campingplatz Erfahrungen konnten wir ja schon in Norwegen sammeln. Dort aber nie im Zelt, sondern immer nur in Hütten.
Wir haben uns deshalb von Freunden ein Zelt besorgt und haben Donnerstag unsere Moped bepackt und los gings. Ziel war ein Camping Platz im Lechtal. Von dort sind swohl schöne Motorradtouren möglich, als auch die eine oder andere Wanderung.
Nachdem wir den Zeltaufbau schonmal 'trocken' zuhause probiert haben, klappte das ganze eigentlich ohne Probleme auf dem Platz. Nach 20 Minuten stand das Zelt stabil und nicht ganz eine Stunde später waren wir auch 'eingerichtet', also Isomatten und Schlafsäcke im Zelt. Gepäck und Klamotten wahlweise im Zelt oder am Bike verstaut.
Weil unsere Ausrüstung noch keine Kochutensilien enthält, ging es Abends dann aber ins Resto zum Essen und Weißbier auf unseren geglückten Aufbau.
Freitags ging es dann zu einer schönen Motorradtour. Kerstin durfte mit dem Hahntennjoch und der Silvretta Hochalpenstrasse
ihre ersten Pässe fahren. Auf dem Rückweg zu unserem Zelt haben wir uns
dann noch mit Grillgut und einem Einweggrill versorgt, womit das
Abendessen auch geregelt war.
Samstag gings dann rauf auf den Berg: Die Rotwand bei Elbigenalp war unser anstrengendes Ziel. Zur Belohnung gab's abends Pizza und ein paar Bier vorm Zelt beim Canasta.
Sonntag hieß es dann wieder einpacken. Das Zelt war das kleinste Problem. Aber bis wir all unsere Sachen wieder beisammen hatten und wieder auf unseren BMW's verstaut hatten verging schon eine Weile. Das gibt es definitiv noch Optimierungspotential. Aber alles in allem ging das Zelten und Campieren ganz Problemlos. Wir haben klasse geschlafen und nichts vermisst.
Jetzt sind wir aber nicht wirklich die Camper, eher das Gegenteil. Also hieß es am Wochenende mal ausprobieren wie das so ist. Erste Campingplatz Erfahrungen konnten wir ja schon in Norwegen sammeln. Dort aber nie im Zelt, sondern immer nur in Hütten.
Wir haben uns deshalb von Freunden ein Zelt besorgt und haben Donnerstag unsere Moped bepackt und los gings. Ziel war ein Camping Platz im Lechtal. Von dort sind swohl schöne Motorradtouren möglich, als auch die eine oder andere Wanderung.
Nachdem wir den Zeltaufbau schonmal 'trocken' zuhause probiert haben, klappte das ganze eigentlich ohne Probleme auf dem Platz. Nach 20 Minuten stand das Zelt stabil und nicht ganz eine Stunde später waren wir auch 'eingerichtet', also Isomatten und Schlafsäcke im Zelt. Gepäck und Klamotten wahlweise im Zelt oder am Bike verstaut.
Weil unsere Ausrüstung noch keine Kochutensilien enthält, ging es Abends dann aber ins Resto zum Essen und Weißbier auf unseren geglückten Aufbau.
Freitags ging es dann zu einer schönen Motorradtour. Kerstin durfte mit dem Hahntennjoch und der Silvretta Hochalpenstrasse
ihre ersten Pässe fahren. Auf dem Rückweg zu unserem Zelt haben wir uns
dann noch mit Grillgut und einem Einweggrill versorgt, womit das
Abendessen auch geregelt war.Samstag gings dann rauf auf den Berg: Die Rotwand bei Elbigenalp war unser anstrengendes Ziel. Zur Belohnung gab's abends Pizza und ein paar Bier vorm Zelt beim Canasta.
Sonntag hieß es dann wieder einpacken. Das Zelt war das kleinste Problem. Aber bis wir all unsere Sachen wieder beisammen hatten und wieder auf unseren BMW's verstaut hatten verging schon eine Weile. Das gibt es definitiv noch Optimierungspotential. Aber alles in allem ging das Zelten und Campieren ganz Problemlos. Wir haben klasse geschlafen und nichts vermisst.
Samstag, August 10, 2013
Pässetour durch Südtirol & die Dolomiten
Ich musste erst anderthalb Jahre bei einer anderen Firma arbeiten, bis ich es geschafft habe mit meinem Kollegen (ex-Kollege jetzt) Markus endlich mal eine Motorradtour zu machen. Am Freitag 27. Juli gings los. Leider erst nach der Arbeit, also kurz vor fünf. Über die Autobahn wollten wir Kilometer machen, um nicht zu spät an unseren ersten Ziel anzukommen: dem Brenner - immer noch der schnellste Weg nach Italien.
Die ersten paar km auf der A8, dann runter und über Achensee Richtung Innsbruck, dann rauf auf den Brennerpass. Hinterm Achenpass wurde der Himmel schon etwas dunkler und wir freuten uns erstmal über die leichte Abkühlung, nach 35 Grad in München.
Kurz vor unserem Ziel trafen uns dann die ersten dicken Tropfen, die aber auch gleich wieder auf den heißen Klamotten und im Fahrtwind verdampften. So erreichten wir trotz einsetzendem Gewitter trocken unsere Herberge direkt hinterm Brennerpass. Nach dem Abendessen wurde dann die Tour für Samstag geplant. Dolomiten hieß das Ziel. Aber will wollten mal andere Strecken als die Sella-Ronda fahren: Passo di Valparola, Passo die Rolle und der Manghenpass waren die Hauptziele.
Der nächste Morgen Empfang uns mit strahlendem Sonneschein und auch bereits wieder ganz ansehnlichen Temperaturen. Und so saßen wir um kurz nach 8 bereits wieder auf unseren BMW's (Markus mit seiner 1200er GT ich mit der GS). Erste Pause auf dem Passo di Valparola, noch sehr einsam und mit einem tollen Ausblick und echtem italienischen Espresso.
Wie immer wollte mein Navi nicht ganz die Route fahren, die wir im Kopf hatten, aber am Ende hatten wir unsere Hauptziele dann auch geschafft und dank eines ungeplanten Umweges auch noch den Passo die Brocon, der sich als echter Geheimtipp herausgestellt hat, insbesondere auch die Anfahrt über Canal San Bovo: wunderbare, schmale Sträßchen, kurvig, durch kühlen Wald und praktisch kein Verkehr.
Das konnte man von den Hauptverkehrsadern durch die Dolomiten weniger sagen. Aber die meisten Urlauberblechbüchsen und Caravans ließen wir schnell hinter uns. Der letzte Pass des Tages war der schön ausgebaute Mendelpass, bei dem wir unsere Mopeds nochmal so richtig auslaufen lassen konnten und die Fußrasten den einen oder anderen Kratzer im perfekten Asphalt hinterlassen haben.
Eine Übernachtungsmöglichkeit auf dem Mendelpass war schnell gefunden: Haus Petra ist ein Biker freundliches Hotel Garni. Den Tipp gab uns der Wirt des Passrestaurants "zum schönen Ausblick", wo wir wenig später bei einem Weißbier und Pizza den Blick auf die Passstrasse genossen und das röhren der letzten Kradfahrer die die Kurven auf und ab wedelten.
Da auch der Sonntag sehr heiß werden sollten, waren wir froh unser Frühstück schon um 7:30 bei Petra zu bekommen. Kurz nach acht konnten wir uns so schon wieder auf den Weg machen. Unsere grobe Route für heute hieß Penserjoch, Jaufenpass und Timmelsjoch. Von da aus Hahntennjoch und dann wieder die letzten km auf der A8 nach München.
Beim Start am Mendelpass (immerhin 1363m) hatten wir schon 21 Grad. 20m später bei Bozen dann schon 36 Grad -um 9 Uhr morgens!! Durch das kühle Vale Sarentina (Sarntal) ging es Richtung Penserjoch, wo wir unsere erste kurze Pause einlegten. Dann rüber zum Jaufenpass und gleich weiter zum Timmelsjoch. An der Mautschranke bei Timmelsjoch wurden wir dann noch Zeuge folgender schönen Begebenheit:
An der Mautschranke neben uns stand ein Golf aus FFB mit einem Quad im Schlepptau, das offensichtlich nicht mehr wollte. Golffahrerin und Quadfahrer waren in eine lebhafte Diskussion mit dem Mautwärter verwickelt, wahrscheinlich ob auch Quad das nicht selbst fährt auch Maut bezahlen muss oder ob es überhaupt möglich ist ein Quad die Passstrasse hinunter abzuschleppen. Irgendwann gab es dann wohl aber doch grünes Licht, Euroscheine wechselten den Besitzer und die Schranke erhob sich. Die die fuhr dann auch der Golf. Das Abschleppseil spannte sich und auch das Quad setzte sich in Bewegung. Leider ist die Schrankenanlage nicht auf Golf's mit Quads im Schlepptau ausgelegt: Kaum war der Golf durch, schickte sich die Schranke an sich wieder zu schliessen, traf den Quadfahrer (zum Glück mit Helm). Dabei wurde nicht nur die Schranke abgerissen, sondern der Quadfahrer auch abgelenkt, sodaß er nicht mehr sah wie der Golf vor ihm bremste, um zu sehen was los war. Das Quad bremste dann auch abrupt, nämlich am Golf, der danach nicht mehr ganz so frisch aussah. Von der folgenden Auseinandersetzung zwischen Quadfahrer (männlich) und Golf-Insassen (weiblich) haben wir leider nicht verstanden. Den Gesichtsausdrücken seiner Begleiterinnen nach könnte ich mir aber vorstellen das es etwas in Richtung "Ich hab gleich gesagt das es eine Scheissidee ist mit dem Quad fahren zu wollen" war. Dem kann ich nur zustimmen.
Der Rest der Strecke war wie die Fahrt durch einen Fön. Selbst Fahrtwind und Airvents verschafften uns nicht wirklich Abkühlung und das Eis am Hahntennjoch schmolz schneller als man es essen konnte.
Alles in allem: eine klasse Tour, schöne Strässchen, Klassiker und weniger befahrene Pässe und 14.000 Höhenmeter (laut Navi).
Die ersten paar km auf der A8, dann runter und über Achensee Richtung Innsbruck, dann rauf auf den Brennerpass. Hinterm Achenpass wurde der Himmel schon etwas dunkler und wir freuten uns erstmal über die leichte Abkühlung, nach 35 Grad in München.
Kurz vor unserem Ziel trafen uns dann die ersten dicken Tropfen, die aber auch gleich wieder auf den heißen Klamotten und im Fahrtwind verdampften. So erreichten wir trotz einsetzendem Gewitter trocken unsere Herberge direkt hinterm Brennerpass. Nach dem Abendessen wurde dann die Tour für Samstag geplant. Dolomiten hieß das Ziel. Aber will wollten mal andere Strecken als die Sella-Ronda fahren: Passo di Valparola, Passo die Rolle und der Manghenpass waren die Hauptziele.
Der nächste Morgen Empfang uns mit strahlendem Sonneschein und auch bereits wieder ganz ansehnlichen Temperaturen. Und so saßen wir um kurz nach 8 bereits wieder auf unseren BMW's (Markus mit seiner 1200er GT ich mit der GS). Erste Pause auf dem Passo di Valparola, noch sehr einsam und mit einem tollen Ausblick und echtem italienischen Espresso.
Wie immer wollte mein Navi nicht ganz die Route fahren, die wir im Kopf hatten, aber am Ende hatten wir unsere Hauptziele dann auch geschafft und dank eines ungeplanten Umweges auch noch den Passo die Brocon, der sich als echter Geheimtipp herausgestellt hat, insbesondere auch die Anfahrt über Canal San Bovo: wunderbare, schmale Sträßchen, kurvig, durch kühlen Wald und praktisch kein Verkehr.
Das konnte man von den Hauptverkehrsadern durch die Dolomiten weniger sagen. Aber die meisten Urlauberblechbüchsen und Caravans ließen wir schnell hinter uns. Der letzte Pass des Tages war der schön ausgebaute Mendelpass, bei dem wir unsere Mopeds nochmal so richtig auslaufen lassen konnten und die Fußrasten den einen oder anderen Kratzer im perfekten Asphalt hinterlassen haben.
Eine Übernachtungsmöglichkeit auf dem Mendelpass war schnell gefunden: Haus Petra ist ein Biker freundliches Hotel Garni. Den Tipp gab uns der Wirt des Passrestaurants "zum schönen Ausblick", wo wir wenig später bei einem Weißbier und Pizza den Blick auf die Passstrasse genossen und das röhren der letzten Kradfahrer die die Kurven auf und ab wedelten.
Da auch der Sonntag sehr heiß werden sollten, waren wir froh unser Frühstück schon um 7:30 bei Petra zu bekommen. Kurz nach acht konnten wir uns so schon wieder auf den Weg machen. Unsere grobe Route für heute hieß Penserjoch, Jaufenpass und Timmelsjoch. Von da aus Hahntennjoch und dann wieder die letzten km auf der A8 nach München.
Beim Start am Mendelpass (immerhin 1363m) hatten wir schon 21 Grad. 20m später bei Bozen dann schon 36 Grad -um 9 Uhr morgens!! Durch das kühle Vale Sarentina (Sarntal) ging es Richtung Penserjoch, wo wir unsere erste kurze Pause einlegten. Dann rüber zum Jaufenpass und gleich weiter zum Timmelsjoch. An der Mautschranke bei Timmelsjoch wurden wir dann noch Zeuge folgender schönen Begebenheit:
An der Mautschranke neben uns stand ein Golf aus FFB mit einem Quad im Schlepptau, das offensichtlich nicht mehr wollte. Golffahrerin und Quadfahrer waren in eine lebhafte Diskussion mit dem Mautwärter verwickelt, wahrscheinlich ob auch Quad das nicht selbst fährt auch Maut bezahlen muss oder ob es überhaupt möglich ist ein Quad die Passstrasse hinunter abzuschleppen. Irgendwann gab es dann wohl aber doch grünes Licht, Euroscheine wechselten den Besitzer und die Schranke erhob sich. Die die fuhr dann auch der Golf. Das Abschleppseil spannte sich und auch das Quad setzte sich in Bewegung. Leider ist die Schrankenanlage nicht auf Golf's mit Quads im Schlepptau ausgelegt: Kaum war der Golf durch, schickte sich die Schranke an sich wieder zu schliessen, traf den Quadfahrer (zum Glück mit Helm). Dabei wurde nicht nur die Schranke abgerissen, sondern der Quadfahrer auch abgelenkt, sodaß er nicht mehr sah wie der Golf vor ihm bremste, um zu sehen was los war. Das Quad bremste dann auch abrupt, nämlich am Golf, der danach nicht mehr ganz so frisch aussah. Von der folgenden Auseinandersetzung zwischen Quadfahrer (männlich) und Golf-Insassen (weiblich) haben wir leider nicht verstanden. Den Gesichtsausdrücken seiner Begleiterinnen nach könnte ich mir aber vorstellen das es etwas in Richtung "Ich hab gleich gesagt das es eine Scheissidee ist mit dem Quad fahren zu wollen" war. Dem kann ich nur zustimmen.
Der Rest der Strecke war wie die Fahrt durch einen Fön. Selbst Fahrtwind und Airvents verschafften uns nicht wirklich Abkühlung und das Eis am Hahntennjoch schmolz schneller als man es essen konnte.
Alles in allem: eine klasse Tour, schöne Strässchen, Klassiker und weniger befahrene Pässe und 14.000 Höhenmeter (laut Navi).
Bike route 2,258,143 - powered by Www.mopedmap.net
Donnerstag, Juni 20, 2013
Zurück nach Marrakesch
Heute ist der letzte Tag unserer Trekkking Tour. Nachdem wir aber gestern bereits das Programm von zwei Tagen absolviert haben, wird heute ein sehr relaxter Tag. Wir stehen entsprechen spät auf, Frühstück gibt es um acht. Mohammed unser Bergführer und Mohammed unser Muliführer verabschieden sich von uns. Sie holen in Imlil die nächste Gruppe ab, die den Toubkal besteigen will.
Dafür begleitet uns heute Mohammeds jüngerer Bruder vom Dorf nach Imlil, wo uns nach dem Mittagessen der Fahrer wieder zurück nach Marrakesch bringt. Nach dem ausgiebigen Frühstück (Mohammeds Frau hat frische Berber Pfannkuchen für uns gemacht) geht es mit Ibrahim los. Wir folgen nicht dem Mulipfad nach Imlil, sondern gehen über einen Berg und durch ein Flusstal. So erreichen wir nach ca. 2 Stunden Imlil. Nach einem Rundgang durchs Dorf, bei dem wir nochmal Mohammed mit seinen Mulis treffen, gibt es Tee und später Mittagessen in einem Restaurant. Punkt ein Uhr ist dann auch der Fahrer da und auch unser Gepäck ist durch wundersame Weise im Dorf gelandet und kann mit uns verladen werden. Wir verabschieden uns und sind gute 1,5 Stunden später wieder in unserem Riad in Marrakesch.
Wir lassen die Eindrücke beim klappern der Störche auf der Dachterrasse unseres Riads nochmal Revue passieren und sind begeistert von unserer Tour: Die Organisation war perfekt - Inshallah. Die Tour hat sich von Anfang zum Ende jeden Tag gesteigert. Sowohl was die Strecke und Schwierigkeit anging, als auch die Eindrücke und Landschaften. Unser Bergführer kannte sich perfekt aus, hatte tolle Vorschläge und ging auf unsere Wünsche und unser Tempo ein (so hat er schnell verstanden, das wir nicht zu den Wanderern gehören, die ständig was erzählt bekommen müssen und den Führer stets um sich haben wollen. Wir geniessen die Stille und das für uns sein). Und dann wurden wir natürlich köstlich bekocht, und das drei mal Tag, Mittags zwei und abends sogar drei Gänge.
Wer Interesse hat, wir teilen gerne unsere Kontakte.
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Dafür begleitet uns heute Mohammeds jüngerer Bruder vom Dorf nach Imlil, wo uns nach dem Mittagessen der Fahrer wieder zurück nach Marrakesch bringt. Nach dem ausgiebigen Frühstück (Mohammeds Frau hat frische Berber Pfannkuchen für uns gemacht) geht es mit Ibrahim los. Wir folgen nicht dem Mulipfad nach Imlil, sondern gehen über einen Berg und durch ein Flusstal. So erreichen wir nach ca. 2 Stunden Imlil. Nach einem Rundgang durchs Dorf, bei dem wir nochmal Mohammed mit seinen Mulis treffen, gibt es Tee und später Mittagessen in einem Restaurant. Punkt ein Uhr ist dann auch der Fahrer da und auch unser Gepäck ist durch wundersame Weise im Dorf gelandet und kann mit uns verladen werden. Wir verabschieden uns und sind gute 1,5 Stunden später wieder in unserem Riad in Marrakesch.
Wir lassen die Eindrücke beim klappern der Störche auf der Dachterrasse unseres Riads nochmal Revue passieren und sind begeistert von unserer Tour: Die Organisation war perfekt - Inshallah. Die Tour hat sich von Anfang zum Ende jeden Tag gesteigert. Sowohl was die Strecke und Schwierigkeit anging, als auch die Eindrücke und Landschaften. Unser Bergführer kannte sich perfekt aus, hatte tolle Vorschläge und ging auf unsere Wünsche und unser Tempo ein (so hat er schnell verstanden, das wir nicht zu den Wanderern gehören, die ständig was erzählt bekommen müssen und den Führer stets um sich haben wollen. Wir geniessen die Stille und das für uns sein). Und dann wurden wir natürlich köstlich bekocht, und das drei mal Tag, Mittags zwei und abends sogar drei Gänge.
Wer Interesse hat, wir teilen gerne unsere Kontakte.
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Freitag, Mai 24, 2013
Gipfelsturm auf den Toubkal
Bei Dunkelheit gehen wir los. Gestern abend beim Essen haben wir schon gesehen, das heute etliche Gruppen - auch einige Grosse - den Toubkal besteigen wollen (alle Gipfelstürmen bekommen nämlich Spagetti zum Abendessen). Also haben wir mit Mohammed besprochen, das wir möglichst früh losgehen wollen, um dem Trubel zu entgehen. 5 Uhr schlägt er fröhlich vor und wir sind dabei. So stehen wir jetzt nach einem kurzen Frühstück um kurz nach 5 mit unseren Stirnlampen vor dem Refuge und bestaunen den Sternenhimmel.
Die erste Stunde vom Aufstieg ist es noch dunkel aber dann bricht sich die Sonne den Weg. Der Aufstieg ist anstrengend aber wir kommen gut voran. Je höher wir kommen, desto kälter wird es und auch der Wind ist stark und kalt. An vielen Stellen sieht man gefrorenes Wasser und es gilt einige Schneefelder zu durchqueren. Aber es ist ein Traumtag, keine Wolke am Himmel und die aufgehende Sonne wärmt uns schon ein wenig und wird bald anfangen das Eis zu schmelzen. Nach 2,5h und 1.000 Höhenmetern stehen wir tatsächlich als erste am Gipfel des 4.167m hohen Toubkal. Für ganze 30 Minuten gehört der Gipfel uns, dann kommen die ersten anderen Gruppen. Zeit wieder an den Abstieg zu denken.
Ursprünglich war geplant das wir den gleichen Weg wieder zurückgehen und noch eine Nacht im Refuge übernachten. Mohammed hat aber schon gleich zu Beginn vorgeschlagen, das wir das nicht tun müssen, sondern nach dem Gipfel auch direkt bis nach Imlil bzw. das Dorf davor absteigen können und dort in einem schönen Gite übernachten. Weniger voll und lärmig als die Berghütte. Wir erweitern jetzt den Vorschlag und möchten über eine andere Route absteigen, die uns nicht zurück zum Refuge bringt, sondern auf der anderen Seite herunter. Dauert zwar eine Stunde länger, aber wir sind noch fit und es ist ja gerade mal 8.
Dieser Weg ist wirklich toll. Vor allem weil wir nicht den ganzen Horden begegnen, die heute noch auf den Toubkal aufsteigen. Wieder einmal sind wir ganz allein in der fantastischen Landschaft und steigen in Ruhe ab, bis wir wieder zum Weg kommen der Imlil und das Refuge verbindet. Unterwegs kommen wir an einer Flugzeugabsturzstelle aus den 80er vorbei. Immer noch liegen Trümmerteile des Flugzeuges weit verstreut. Sogar einer der Motoren liegt keine 100m von unserem Pfad entfernt. Mohammed zeigt uns später auch das Grab der acht Verunglückten, die hier einfach unter ein paar grossen Steinen beerdigt wurden. Schon etwas gespenstig.
Jetzt sind wir auf knapp 3.000m angelangt. Bis zu unserer Schlafstätte müssen wir nochmal gut 1000m absteigen. Die ziehen sich auf dem Mulipfad, der Imlil mit der Berghütte verbindet. Unterwegs kommen wir noch am Sidi Samharouch vorbei, einer heiligen Stätte der Berber. Kurz dahinter machen wir am Fluss Rast für unsere Mittagspause. Mohammed ist mit den Mulis bereits da und so dauert es nicht lange bis wir Tee und Marokanischen Salat, heute mit Bohnen bekommen. Wir sind beide ziemlich müde uns gönnen uns deshalb nach dem Essen ein kleines Schläfchen in der Sonne.
Von hier aus ist es noch eine gute Stunde bis wir das Dorf Aremd ereichen. Das Heimatdorf unseres Führers. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, das das Gite seinem Onkel gehört. Das Haus ist toll, mit Aufenthaltsraum, Terrasse und sogar WLAN. Was will man mehr? Abendessen! Ich hoffe Mohammed kocht bereits....
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Die erste Stunde vom Aufstieg ist es noch dunkel aber dann bricht sich die Sonne den Weg. Der Aufstieg ist anstrengend aber wir kommen gut voran. Je höher wir kommen, desto kälter wird es und auch der Wind ist stark und kalt. An vielen Stellen sieht man gefrorenes Wasser und es gilt einige Schneefelder zu durchqueren. Aber es ist ein Traumtag, keine Wolke am Himmel und die aufgehende Sonne wärmt uns schon ein wenig und wird bald anfangen das Eis zu schmelzen. Nach 2,5h und 1.000 Höhenmetern stehen wir tatsächlich als erste am Gipfel des 4.167m hohen Toubkal. Für ganze 30 Minuten gehört der Gipfel uns, dann kommen die ersten anderen Gruppen. Zeit wieder an den Abstieg zu denken.
Ursprünglich war geplant das wir den gleichen Weg wieder zurückgehen und noch eine Nacht im Refuge übernachten. Mohammed hat aber schon gleich zu Beginn vorgeschlagen, das wir das nicht tun müssen, sondern nach dem Gipfel auch direkt bis nach Imlil bzw. das Dorf davor absteigen können und dort in einem schönen Gite übernachten. Weniger voll und lärmig als die Berghütte. Wir erweitern jetzt den Vorschlag und möchten über eine andere Route absteigen, die uns nicht zurück zum Refuge bringt, sondern auf der anderen Seite herunter. Dauert zwar eine Stunde länger, aber wir sind noch fit und es ist ja gerade mal 8.
Dieser Weg ist wirklich toll. Vor allem weil wir nicht den ganzen Horden begegnen, die heute noch auf den Toubkal aufsteigen. Wieder einmal sind wir ganz allein in der fantastischen Landschaft und steigen in Ruhe ab, bis wir wieder zum Weg kommen der Imlil und das Refuge verbindet. Unterwegs kommen wir an einer Flugzeugabsturzstelle aus den 80er vorbei. Immer noch liegen Trümmerteile des Flugzeuges weit verstreut. Sogar einer der Motoren liegt keine 100m von unserem Pfad entfernt. Mohammed zeigt uns später auch das Grab der acht Verunglückten, die hier einfach unter ein paar grossen Steinen beerdigt wurden. Schon etwas gespenstig.
Jetzt sind wir auf knapp 3.000m angelangt. Bis zu unserer Schlafstätte müssen wir nochmal gut 1000m absteigen. Die ziehen sich auf dem Mulipfad, der Imlil mit der Berghütte verbindet. Unterwegs kommen wir noch am Sidi Samharouch vorbei, einer heiligen Stätte der Berber. Kurz dahinter machen wir am Fluss Rast für unsere Mittagspause. Mohammed ist mit den Mulis bereits da und so dauert es nicht lange bis wir Tee und Marokanischen Salat, heute mit Bohnen bekommen. Wir sind beide ziemlich müde uns gönnen uns deshalb nach dem Essen ein kleines Schläfchen in der Sonne.
Von hier aus ist es noch eine gute Stunde bis wir das Dorf Aremd ereichen. Das Heimatdorf unseres Führers. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, das das Gite seinem Onkel gehört. Das Haus ist toll, mit Aufenthaltsraum, Terrasse und sogar WLAN. Was will man mehr? Abendessen! Ich hoffe Mohammed kocht bereits....
| Wasserfälle auf dem Weg zum Toubkal |
| Der Gipfel |
| Blink vom Toubkal in den Hohen Atlas |
| Überreste des Abgestürzten Flugzeuges |
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Donnerstag, Mai 23, 2013
Über den Aguelzim Pass zum Toubkal Refuge
Heute ist vielleicht der härteste Tag unserer Tour. Wir stehen schon um 6 Uhr auf, kurz nach 7 geht es los. Ab jetzt geht es für die nächsten Stunden nur noch bergauf. Dem Fluss folgend, an einem grossen Wasserfall vorbei steigen wir auf. Dann verlassen wir den Fluss und steigen in 93 Serpentinen steil bis zum Aguelzim Pass auf 3.600m auf. Nach fünf Stunden haben wir unseren Mittagsrastplatz kurz hinter dem Pass erreicht. Mohammed hat uns wie immer mit seinen Mulis überholt und ist bereits am Vorbereiten. Heute gibt es Nudelsalat mit Fisch und Wurst. Nach ausführlicher Sonnenpause mit Siesta geht es nur noch bergab, zum Refuge Toubkal. So langsam wird es auch voller. Von unser Steig aus sehen wir den Weg aus Imlil hinauf zur Hütte. Diesen Weg werden wir morgen auch absteigen. Es ist der Hauptzugang und schnellster Aufstiegsweg zum Toubkal Gipfel. Darum schleppen sich Wandergruppe um Wandergruppe Richtung Hütte.
In der Hütte ist entsprechend die Hölle los: Eine grosse Wandergruppe aus Deutschland und der Schweiz scheint gerade vom Gipfel wieder runter zu sein. Familien und Alleinreisende, alles trifft sich in der Hütte die riesig ist und trotzdem wohl nahezu ausgebucht. Wir haben aber einen Schlafplatz in einem Lager mit 8 Stockbetten. Neben anderen Wanderern haben sich auch ein paar Hippies in unser Lager verirrt. Keine Ahnung welche Erleuchtung die hier Suchen. Ausgerüstet sind sie auf jeden Fall unter aller Kanone.

Es ist lustig mit anzusehen, wie alle Gruppen von Ihren Führern gleich versorgt werden: Egal ob individuelle, kleine Gruppen wie wir, oder die 16 Männer und Frauen aus Süddeutschland mit 9 Muli's und eigenem Kochzelt - um fünf gibt es erstmal Tee mit Gebäck und Keksen. Und so gegen sieben geht dann das Essen los. Und da geht es richtig los; weil es so voll ist, versuchen die Führer frühzeitig Plätze im Speisesaal zu belegen. Jede Gruppe soll ihren eigenen Tisch bekommen. Das geht aber leider nicht auf, bei Gruppen mit 2, 5 und 20 Teilnehmern und Tischen mit je 8 Plätzen. Wir organisieren schliesslich das wir und ein anderes Pärchen einen Tisch teilt und schon haben alle Platz. Das Pärchen kommt aus Holland und war heute schon auf dem Toubkal, hat aber eine andere, längere als die Aufstiegsroute zurück gewählt .... das klingt natürlich sehr interessant für uns, besonders der Hinweis das Sie ganz alleine auf der Route waren. Wir schlagen das Mohammed gleich vor, er ist nicht ganz begeistert, meint die andere Route wäre VIEEL länger, steiler und schwieriger, aber .. INSHALLAH ... sehen wir morgen mal. Um 5 solls losgehen, damit wir vor allen anderen unterwegs sind (Mohammed hat auch keine Lust so eine Riesengruppe vor sich zu haben). Also geht's heute früh ins Bett.
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In der Hütte ist entsprechend die Hölle los: Eine grosse Wandergruppe aus Deutschland und der Schweiz scheint gerade vom Gipfel wieder runter zu sein. Familien und Alleinreisende, alles trifft sich in der Hütte die riesig ist und trotzdem wohl nahezu ausgebucht. Wir haben aber einen Schlafplatz in einem Lager mit 8 Stockbetten. Neben anderen Wanderern haben sich auch ein paar Hippies in unser Lager verirrt. Keine Ahnung welche Erleuchtung die hier Suchen. Ausgerüstet sind sie auf jeden Fall unter aller Kanone.

Es ist lustig mit anzusehen, wie alle Gruppen von Ihren Führern gleich versorgt werden: Egal ob individuelle, kleine Gruppen wie wir, oder die 16 Männer und Frauen aus Süddeutschland mit 9 Muli's und eigenem Kochzelt - um fünf gibt es erstmal Tee mit Gebäck und Keksen. Und so gegen sieben geht dann das Essen los. Und da geht es richtig los; weil es so voll ist, versuchen die Führer frühzeitig Plätze im Speisesaal zu belegen. Jede Gruppe soll ihren eigenen Tisch bekommen. Das geht aber leider nicht auf, bei Gruppen mit 2, 5 und 20 Teilnehmern und Tischen mit je 8 Plätzen. Wir organisieren schliesslich das wir und ein anderes Pärchen einen Tisch teilt und schon haben alle Platz. Das Pärchen kommt aus Holland und war heute schon auf dem Toubkal, hat aber eine andere, längere als die Aufstiegsroute zurück gewählt .... das klingt natürlich sehr interessant für uns, besonders der Hinweis das Sie ganz alleine auf der Route waren. Wir schlagen das Mohammed gleich vor, er ist nicht ganz begeistert, meint die andere Route wäre VIEEL länger, steiler und schwieriger, aber .. INSHALLAH ... sehen wir morgen mal. Um 5 solls losgehen, damit wir vor allen anderen unterwegs sind (Mohammed hat auch keine Lust so eine Riesengruppe vor sich zu haben). Also geht's heute früh ins Bett.
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Mittwoch, Mai 22, 2013
Die ersten anderen Wanderer am Azib'n Tikkent Pass
Heute wollen wir noch etwas früher aufbrechen, 8 Uhr. Aber in marokkanischer Zeit ist das dann 8:30. Wir steigen wieder durch ein Tal auf, immer am Fluss entlang. Sobald Wasser vorhanden ist, bauen die Menschen alles mögliche an: Gerste für die Tiere, Mais, Gemüse. Laut unserem Führer Mohammed können die Dorfbewohner in dieser Gegend bis zu drei Mal im Jahr ernten. Entsprechend wird jeder sich bietende Quadratmeter genutzt, angelegte Terrassen machen auch steile Stellen nutzbar. Verzweigte Wasserkanäle bringen das kostbare Nass an jede Stelle.
Wir wandern durch solche Anbaugebiete, aber auch Weideflächen für Rinder, Schafe und Ziegen. Je höher wir kommen desto karger wird aber die Landschaft. Bald wachsen nur noch Wacholderbäume, die bis zu 300 Jahre alt sind.
Kurz nach dem Azib’n Tikkent-Pass (2700m) machen wir Mittagspause. Mohammed ist mit seinen Mulis bereits da und kocht schon. Der Tee ist fertig und unser Essenslager aufgebaut: Zwei Matratzen und eine Strohmatte. Auf diesen liegen wir dann wie jeden Mittag wie dekadente Römer und lassen uns bekochen und das Essen servieren. So lässt es sich leben.
Nach dem Mittag sind es nur noch 1,5h bis zum Refuge Azib’n Tamsoulte, eine Selbstversorger Berghütte. Hier begegnen uns zum ersten Mal andere Wanderer: Ein Pärchen aus Australien das einen zwei Tages-Treck macht und einige Franzosen. Abends ist es dann lustig mit anzusehen, wie alle Gruppen von ihren Führern bekocht werden. Bei uns gibt es heute Tajin Omelett.
Sobald die Sonne weg ist, wird es wieder empfindlich kalt und so verkriechen wir uns bei Zeit in unsere Betten. Morgen soll es dann um 7 losgehen. Wird einer der härtesten Tage, mit 1.400m Aufstieg.
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Wir wandern durch solche Anbaugebiete, aber auch Weideflächen für Rinder, Schafe und Ziegen. Je höher wir kommen desto karger wird aber die Landschaft. Bald wachsen nur noch Wacholderbäume, die bis zu 300 Jahre alt sind.
Kurz nach dem Azib’n Tikkent-Pass (2700m) machen wir Mittagspause. Mohammed ist mit seinen Mulis bereits da und kocht schon. Der Tee ist fertig und unser Essenslager aufgebaut: Zwei Matratzen und eine Strohmatte. Auf diesen liegen wir dann wie jeden Mittag wie dekadente Römer und lassen uns bekochen und das Essen servieren. So lässt es sich leben.
Nach dem Mittag sind es nur noch 1,5h bis zum Refuge Azib’n Tamsoulte, eine Selbstversorger Berghütte. Hier begegnen uns zum ersten Mal andere Wanderer: Ein Pärchen aus Australien das einen zwei Tages-Treck macht und einige Franzosen. Abends ist es dann lustig mit anzusehen, wie alle Gruppen von ihren Führern bekocht werden. Bei uns gibt es heute Tajin Omelett.
Sobald die Sonne weg ist, wird es wieder empfindlich kalt und so verkriechen wir uns bei Zeit in unsere Betten. Morgen soll es dann um 7 losgehen. Wird einer der härtesten Tage, mit 1.400m Aufstieg.
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