Mittwoch, Juli 18, 2012

Mo I Rana nach Ågskardet

Unsere Fähre hat mit fast einer Stunde Verspätung abgelegt. Deshalb haben wir auch die Anschlussfähre in Føruy verpasst und sind statt wie geplant um 19:00 Uhr erst nach acht bei unserer Hytta angekommen. Sie war aber noch nicht vermietet und Walter - unser Landlord - hat uns gleich begrüßt.

Vorher haben wir es sogar noch zum Einkaufen geschafft, denn Restaurants sind spärlich gesät hier oben im Norden, immerhin gut einige KM nördlich des Polar Kreises. So gibt es heute Abend Spagetti mit Thunfisch Soße.

Morgen wollen wir schon um 7:45 mit dem ersten Boot zur Gletscherwanderung aufbrechen. Die Wetteraussichten sind gut und das was uns die Wolken heute von der Landschaft gezeigt haben war schon atemberaubend.


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Position:Peter Bechs gate,Mosjøen,Norwegen

Dienstag, Juli 17, 2012

The Descent, oder Höhlenforschung in Norwegen

Mo I Rana hat als Industriestadt nicht viel zu bieten. Aber in der Nähe gibt es zwei Höhlen, die man besuchen kann. Wir habe uns natürlich die mit Abenteuer Charakter rausgesucht. Von der E6 geht es weg einige KM zur Höhle. Dort angekommen wartet schon ein anderes deutsches Pärchen auf den Start der Führung um 11:30. Kurz nach uns kommt noch ein Starnberger an, der ebenfalls mitmachen will. Wir werden mit Overalls, Helm und Grubenlampe ausgestattet. Unsere Führerin empfiehlt uns unsere festen Wanderschuhe gleich anzulassen. Und dann geht es los.




Durch ein kurzes Waldstück gelangen wir zum Höhleneingang, der erstmal gar nicht danach aussieht, sondern eher wie ein großes Geröllfeld. Aber es gibt dann doch einen Eingang durch den wir gebückt die Höhle betreten. Innen ist es Stockfinster, weil die Höhle absolut im ursprünglichen Zustand ist, also ohne Markierungen, Beleuchtung oder angelegte Wege. Nur ein Seil hilft beim Abstieg und später gibt es dann noch eine Leiter.




Wir folgen unserem Guide, die uns erklärt, das die Höhle zwar mehre 10tausend Jahre alt ist, aber erst vor 7 Jahren entdeckt wurde. Kalkstein mischt sich mit Schiefer, Granit und unfertigem Marmor. Wir kriechen und klettern immer tiefer in die Höhle. Nach schmalsten Durchgängen kommt immer wieder auch ein großer Raum: Die Kathedrale, das Konzerthaus und die Kirche. Ganz tief in der Höhle treffen wir dann auch auf den unterirdischen Fluß, der das alles geformt hat. Das Wasser ist sauber und so nehmen wir alle einen Schluck. In der Höhle hat es das ganze Jahr über 4 Grad, die Durchschnittstemperatur hier oben im Norden. Trotzdem ist uns nicht kalt. Im Gegenteil: Das Rumgeklettere und Gekrieche ( z.B. auf dem Ischias-Pfad) ist ganz schön anstrengend.

Danach geht es zurück nach Mo, um von dort aus wieder auf die Küstenstrasse zu stossen, die uns heute noch zum Holandfjorden bringen soll. Leider verpassen wir die Fähre in Kilboghamn knapp, was uns eine Wartezeit von fast zwei Stunden beschert (Zeit den Blog zu schreiben) und unsere Ankunft in Holand weiter verzögert. Wir hoffen mal das es noch einen offenen Laden auf der Strecke gibt, sonst gibt es heute Abend halt Banane und Kekse.


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Montag, Juli 16, 2012

Von Leka nach Mo I Rana

Weiter führt uns unser Weg gen Norden: Wir verabschieden uns von Leka und nehmen nach der Fährüberfahrt die Küstenstrasse 17 weiter in Richtung Polarkreis. Bei Holm wartet die nächste Fähre auf uns, inzwischen sind wir richtige Fährprofis geworden: Rein in die Schlange, bezahlen, rauf auf's Schiff, Parken, rauf auf's Deck, runter vom Deck, Motorrad starten, runter vom Schiff, weiterfahren. Das schöne ist, das man als Motorrad meist ganz vorne im Schiff parken darf und in der Regel als erste vom Boot kommt.

Bei Brønnøysund verlassen wir die 17 und fahren über die 76 Richtung Trofors. Unser Ziel für heute ist Mo I Rana, die letzte grösste Stadt vor dem Polarkreis. Kerstin plant etwas weiter nördlich davon, bei Holand, eine Gletscherwanderung. Da wir das aber an einem Tag nicht schaffen und die Küstenstrasse durch die vielen Fähren viel Zeit kostet, wollen wir über die E6 schneller vorankommen.




Die 76 entpuppt sich mal wieder als Traumstrass: wundervoll an den Fjorden entlang (Fjellfjorden und Tosenfjorden) mit beeindruckenden Ausblicken auf Berge und Meer. Mich erinnert hier alles an Mittelerde. Leider ist das Wetter mal wieder nicht berauschend: Immer wieder erwischt uns ein Regenschauer und bis Mo sind es dann doch wieder über 300km. Also halten wir nur wenig und hoffen auf besseres Wetter bei der Rückfahrt.




In Mo I Rana angekommen finden wir ein kleines Zimmer im B&B vor Ort. Nach zwei Tagen Einweggrillen, gönnen wir uns heute mal ein ordentliches Arctic Menu beim ersten Haus am Platze, dem Hotel Meyergarden. Das Buffet überlassen wir den Bus-Touri's und gönnen uns Zwiebelsuppe, Sorbet, Kabeljau (Kerstin) und ein Rentier Steak (ich). Dazu eine schöne Flasche Spanischen Rotwein.

Eigentlich wollten wir ja noch ins Kino gehen, aber Ice Age auf Norwegisch war dann doch noch nicht unser Fall, deshalb kam mal das iPad als Fernseher zum Einsatz: Heroes Dritte Staffel.
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Sonntag, Juli 15, 2012

Wanderung in Leka auf den Vattinden

Die Berge auf Leka sind für unsere Verhältnisse zwar eher Hügel mit 416m, aber wenn man das ganze von Meereshöhe aus betrachtet und dann noch auf wirklich Alpines Gelände trifft mit schmalen Wegen, ist es doch eine angenehme Herausforderung.

Wir brechen nach dem Frühstück auf und marschieren auf das Inselinnere zu. Das Wetter ist prächtig, aber es weht ein steifer Wind, der gefühlte Temperatur deutlich absinken lässt. Aber wir sind ja gut gerüstet. Kaum haben wir etwas an Höhe gewonnen kreist über uns schon ein Seeadler, die es hier auf den Inseln immer wieder gibt. Sonst begegnen wir keiner Menschen- oder Tierseele.


Der Abstieg ist schwieriger als gedacht. Viel Geröll und teilweise schlechte Markierung machen uns langsamer als gedacht. Am Ende waren wir über fünf Stunden unterwegs. Das Abendessen ist also verdient und fällt wieder Norwegisch aus - Grillen und Bier. Leider wird Sonntags kein Bier verkauft, so teilen wir uns die letzte Dose, dafür gibt es heute Nachtisch: Schokopudding mit Vanillesosse.
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Position:Fv562,Leka,Norwegen

Samstag, Juli 14, 2012

Von Trondheim nach Leka

Heute morgen haben wir uns von Magnus verabschiedet - oder besser gesagt nicht verabschiedet: beide lagen noch im Bett und haben geschlafen.

Von Trondheim sind wir ein Stück südlich gefahren, um bei Flakk die Fähre nach Rørvik zu nehmen. Von dort aus ging es über kleine Strässchen (die 717, dann auf die 720) nach Norden Richtung 17, der Küstenstrasse die in keinem Reiseführer fehlen darf. Unser Ziel für den heutigen Tag lautet Leka, eine kleine Schären Insel.




Wir folgen bis Namsos der 17. Dort biegen wir ab und wählen die kürzeste Strecke nach Leka über die 769 und später die 771. Zweimal müssen wir Fähren nutzen, um die Fjorde zu überqueren und um nach Leka zu kommen. Dort kommen wir gerade noch kurz vor Ladenschluss an, so kann Kerstin unser Abendessen und ein paar Dosenbier einkaufen, während ich schonmal die Hütte klarmache: eine urige Steinhütte mit 4 Stockbetten mit Blick auf das Meer: einfach schee.

Unser Abendessen wird dann stilecht Norwegisch: Fleisch und Lachs vom Einweggrill, dazu Bier und Kartoffelsalat. Klasse. Und die Sonne lässt sich auch noch blicken.


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Freitag, Juli 13, 2012

Trondheim

Freitag haben wir uns Trondheim angeschaut. Wir sind vor unseren Gastgebern aufgestanden und haben uns in der Küche selbst bedient - heisst schliesslich AirBnB und das eine B steht für Breakfast.

Frisch gestärkt sind wir erstmal zur Festung von Trondheim marschiert. Von dieser hat man einen schönen Blick über die Stadt. Sie wurde ursprünglich als Schutz gegen die Schweden gebaut. Hat wohl auch funktioniert. Wir wundern uns, woher plötzlich die ganzen deutschen Urlauber herkommen die die Festung mit uns anschauen, bisher hat sich deutsch eher in Grenzen gehalten. Aber ein Blick in den Hafen zeigt uns die Quelle: Die Aida hat einen Stopp in Trondheim eingelegt.


Zurück in der Stadt buchen wir eine Stadführung für den Nachmittag, bis dahin erkunden wir die Stadt selbst. Die Führung ist dann zwar sehr exklusiv, wir sind die einzigen Teilnehmer, aber trotzdem ein Reinfall, der Guide wusste nicht viel mehr zu Trondheim zu sagen, als was auch unser Lonely Planet hergibt.




Egal, zum Abschluss haben wir noch einen langen Küstenspaziergang gemacht und sind mit dem Zug wieder heimgefahren. Zum Abendessen haben wir es dann bei einem tollen Mexicaner mit einer Flasche Wein so richtig krachen lassen. Ausklingen liesen wir den Abend beim De Goda Nabo, der uns schon am ersten Abend mit Bier versorgt hat.

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Donnerstag, Juli 12, 2012

Von Sjoa nach Trondheim

Der Wetterbericht ist immer noch ein wichtiger Einflussfaktor für unsere Routenplanng. Zwar ist die Richtung grob mit 'Norden' vorgegeben, aber wo wir unterwegs, wie lange und überhaupt Stopp machen, welche Umwege wir fahren usw. das bestimmt meist die Wettervorhersage.

Da diese für die nächsten Tage in ganz Norwegen immer noch sehr Wechselhaft und mit vielen Schauern ist, haben wir beschlossen den Wandertripp im Rondane Nationalpark erstmal zu verschieben. Wir begeben uns stattdessen auf den Weg nach Trondheim. Statt direkt über die E6 fahren wir aber ein Stück zurück, um dann auf die 27 zu fahren, unsere erste Touristenstrasse.




Die Empfängt uns dann auch gleich mit schönen schmalen Strassen, Kurven und führt uns an das östliche Ende des Nationalparks. Auf dem Hochplateau erinnert uns die Landschaft an Steppen und Heide, die vielen Seen lassen aber auch auf viel Wasser und Moore schliessen. Immer dabei am Strassenrand und manchmal auch auf der Strasse: Schafe!

Von der 27 geht es dann auf die 30 Richtung Røros, eine alte Kupferbergwerksstadt, die den Rekord als kälteste Stadt Norwegens hält. Uns Empfängt sie zwar mit ein grauen Wolken, aber angenehm mild und trocken. Wir schlendern durch die kleine Altstadt mit den vielen hübschen Holzhäusern und jeder Menge touristischer Angebote.




Jetzt gehts aber weiter Richtung Trondheim. Über AirBnB haben wir uns einen Schlafplatz bei Jasna und Magnus mitten in der Altstadt von Trondheim gebucht. Das liegt wirklich absolut zentral, ist ein echtes Norwegisches Holzhaus und über hundert Jahre alt. Unser Zimmer ist zwar winzigklein, verspricht aber gemütlich zu sein und unsere Gastgeber sind um unser Wohl sehr besorgt - wir werden gleich mit einem warmen Abendessen begrüsst und für die BMW findet sich ein Platz beim Nachbar, so muss sie nicht auf der Strasse stehen.

Nach einem Bummel durch die Stadt und ein paar Bier im 'De Gode Nabo', um den Regenguss auszusitzen, geht's jetzt in die Heia. Morgen bleiben wir nochmal hier, um Trondheim im Detail zu erkunden.
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Iran durch das Helmvisier gesehen

Am Anfang unserer Planung wollten wir eigentlich nur für ein paar Monate durch die Türkei touren und auf dem Rückweg noch den Balkan erkunde...